Wofür kämpft die Bundeswehr in Afgahanistan ?
Als sich im November 2001 in Petersberg bei Bonn die von den USA goutierten “Widerstandsgruppen”, welche die aktuelle Regierung stellen, trafen,
 war das gesamte Panoptikum mittelalterlichen Abschaums wieder beisammen, ob als Vertreter von “Nordallianz”, “Peschawar”, “Zypern” oder Rom-
gruppe, wie man die verschiedenen Cliquen der Stammesfürsten und Handabhacker eifachheitshalber seither zusammenfasst, und es sei der FAZ und
 ähnlichen Organen überlassen, den Leser mit den unterschiedlichen Lokalinteressen derselben besoffen zu reden. Betrachten wir statt dessen noch
kurz die Behauptung der Medien, es habe sich doch immerhin einiges zum Besseren verändert in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban. Nun zuge-
geben, ebenfalls mit unseren Steuergeldern wurde vom Technischen Hilfswerk der Frauenpark in Kabul wiederaufgebaut, wie das Innenministerium
stolz tönte, und hier dürfen Frauen tatsächlich kurz ohne Lebensbedrohung den Tschador ablegen. Ahamatulla Zarif, Richter am Landgericht Kabul be-
richtet: “Ehebrecher, männlich wie weiblich, werden immer noch zu Tode gesteinigt, aber heute werden nur kleine Steine verwendet. Das gibt den ver-
urteilten die Chance zu entkommen. Wer wegrennen kann, ist frei. Die Taliban pflegten große Steine einzusetzen und sie mit aller Kraft zu schleudern.
Die Chance zu entkommen wird nur denjenigen gegeben, die den Ehebruch gestanden haben und von einem Richter verurteilt wurden. Verurteilte, die
sich weigern zu gestehen, werden an Händen und Füßen gefesselt, so dass sie nicht wegrennen können. Sie werden mit Sicherheit zu Tode gesteinigt.
Den ersten Stein muss der Richter werfen, dann machen die Gerichtsbeamten weiter, und schließlich wird es den Mitgliedern der Öffentlichkeit über-
lassen”. Echtes, von unseren Jungs in Afghanistan protegiertes fair play also.
       Soviel zu den aktuellen Hätschelkindern unserer Medien, soviel zu der aktuellen Regierung und ihren atemberaubenden Reformen. Halten wir somit
abschließend fest, dass für die Aufrechterhaltung dieses feudal-klerikalen Alptraums unter US-Diktat mit einer beliebigen Zentralmarionette
die Bundeswehr mit unseren Steuergeldern kämpft.
Vielleicht führt die Zusammenfassung der afghanischen Geschichte dazu, den Ekel der Leser vor dieser Verwendung unseres sauer verdienten Geldes
zu steigern. Wenn sie darüber hinaus zum Verständnis der Hintergründe der Geschichte Afghanistans und überhaupt der Geschichte beiträgt und
trotz der Abscheulichen - aber eben nicht gottgegebenen - Gegenwart die Erinnerung an bessere Zeiten wachhält, dann ist sie nicht ganz überflüssig
gewesen.
Quelle: Ketzerbriefe 
Flaschenpost für unangepasste Gedanken 140
2007 AHRIMAN - Verlag GmbH, Freiburg